<script> Gewindeschneiden
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Ein Innengewinde ist ein Gewinde in einer Bohrung (Loch) oder einem Zylinder (Rohr).  Es kann hergestellt werden durch Gewindebohren (Gewindeschneiden) oder Gewindeformen (Gewindefurchen). 
Für den Handbetrieb eignen sich dafür Handgewindebohrer, für den Maschineneinsatz Maschinengewindebohrer. Innengewinde können in eine Sacklochbohrung oder in eine Durchgangsbohrung geschnitten werden.
Typische Beispiele für Innengewinde sind Schraubenmutter, Gewindemuffen (Verbindungsstück für zwei Rohre) oder Strahlregler
(Perlatoren, Luftsprudler), die auf Wasserhähne aufgeschraubt werden.
Ein Außengewinde ist ein Gewinde (wendelartige Einkerbung) auf einem zylindrischen Körper. Es kann hergestellt werden durch spanende Bearbeitung mit Hilfe eines Schneideisens oder durch spanlose Fertigung auf Maschinen mit Gewindewalzen (Kaltverformung). Dazu sind entsprechende Werkzeugmaschinen für die Massenfertigung nötig. Per Hand wird ein Außengewinde mit Schneideisen in Kombination mit entsprechenden Schneideisenhalter geschnitten. Typische Beispiele für Aussengewinde sind Schrauben oder Bolzen. Oder Doppelnippel: ein Rohrstück mit zwei Außengewinden. Zum Nachschneiden und zur Reparatur von Außengewinden gibt es Sechskant-Schneidmuttern.
Gewindeschneider-Sets sind Zusammenstellungen von Gewindeschneidern für Innengewinde (Handgewindebohrer, Maschinengewindebohrer) und Aussengewinde (Schneideisen) in einem Werkzeugkasten oder einer Werkzeugbox wahlweise aus Kunststoff oder Metall. In der Regel werden die gängigen Größen M3 bis M12 bei den kleinen bzw. M3 bis M20 bei den großen Größen mit entsprechenden Windeisen und Schneideisenhaltern und Kernlochbohrern zu einem Sortiment zusammengefasst. Es gibt auch Sätze für Linksgewinde, Feingewinde oder Zollgewinde (zöllige Gewinde wie BSW oder UNC). Der Profi entscheidet sich dabei für Schneideisen nach DIN, der Heimwerker für die sogenannte Kombiausführung. Hier wird jeweils nur ein Windeisen und ein Schneideisenhalter benötigt für die Größen M3 - M12. 
Einfach und schnell Gewinde zu reparieren bei Erhalt des Nenndurchmessers ist die Aufgabe der GSR Gewindereparatur-Werkzeuge. Dabei setzen wir auf das mittlerweile technisch anerkannte und genormte System mit Drahtgewindeeinsätzen. HELICOIL hat dieses System in Deutschland bekannt gemacht. Durch die Normung sind die Systeme weitgehend unter einander kompatibel. Die Betätigungswerkzeuge können sich aber unterscheiden. Kernidee ist der Draht-Gewindeeinsatz, der sich beim Eindrehen auseinanderzieht und so eine Klemmwirkung in den Gewindeflanken bewirkt. Vorher wird das alte Gewinde aufgebohrt und ein neues STI-Gewinde für diesen Drahteinsatz geschnitten. Es gibt noch ein anderes System mit festen Stahlbuchsen unter dem Markennamen TIME-SERT, was zu ähnlich guten Ergebnissen führt.
Schraubenausdreher ermöglichen das Ausdrehen defekter Schrauben. Zunächst wird in die Schraube zentrisch ein Loch gebohrt, nachdem man das Zentrum fachgerecht mit einem Körner angekörnt hat. Dann wird der Schraubenausdreher entgegen dem Uhrzeigersinn (linksdrehend) in das gebohrte Loch eingedreht.
Gewindeschneidfutter sind Adapter für Standbohrmaschinen. Sie ermöglichen beispielsweise das Bohren mit Werkzeugen mit Vierkant Aufnahme. Durch das Gewindeschneidfutter werden Werkzeuge fixiert und zentriert.